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.Idee der Missionale
Von Pfingsten bis Fronleichnam 2009 will die katholische Kirche in Düsseldorf eine stadtweite missionarische Initiative durchführen.
Der Geschäftsführer der Katholischen Kirche, Dipl. theol. Michael Hänsch, beschreibt diese Planung mit folgenden Gedanken:
• Von Pfingsten 2009 bis Fronleichnam 2009 will die Kirche in Düsseldorf eine stadtweite missionarische Initiative durchführen, um den Menschen in Düsseldorf eine Begegnung mit Jesus Christus zu ermöglichen.
• „Missionale Düsseldorf – Öffnet die Türen für Christus“ ist der Titel und Leitgedanke für diese Initiative.
• Damit soll an den begeisternden Schwung und die positiven Erfahrungen des Weltjugendtages angeknüpft werden. Aber, vielleicht noch wichtiger, soll in und mit den Gemeinden ein inhaltlicher Horizont aufgerissen werden. Gegen die Resignation und Lähmung durch die frustrierenden Debatten um “Zukunft heute“ und auch gegen den Frust und ärger, der vermutlich mit den Diskussionen um neue Seelsorgebereiche/-grenzen kommen wird.
• Der theologische Leitgedanke für die Initiative lautet: “Öffnet die Türen für Christus“. Damit wird ein Wort Papst Johannes Paul II. aus den ersten Monaten seines Pontifikates aufgenommen. Es ist ein Wort der Hoffnung und Zuwendung, das über Düsseldorf hinaus auch für das ganze Erzbistum Köln von Bedeutung ist.
• Die Kirche muss wieder missionarisch werden – ganz konkret: jeder einzelne Christ, jede Gruppe und jeder Verband, jede Pfarrgemeinde. Denn Kirche ist ihrem Wesen nach missionarisch, auch wenn viele mit dem Begriff Mission falsche Assoziationen verbinden. Mission bedeutet keine Abwertung anderer Religionen oder Weltanschauungen. “Wo Christus hinkommt, wird niemandem etwas weggenommen“. Das Angebot des Glaubens an Christus ist immer ein Angebot an die Freiheit.
• Der engste Organisationskreis für die Missionale Düsseldorf besteht aus Stadtdechant Msgr. Rolf Steinhäuser, Diplomtheologe Michael Hänsch, Pfarrer Ansgar Puff und Pastoralreferent Georg Lingnau.
• Angeregt wurde dieser Kernkreis durch eine Sitzung des Priesterrates, bei der die Initiative Stadtmission aus Wien im Jahr 2003 vorgestellt wurde. Diese Initiative wurde in den folgenden Jahren von Lissabon, Paris, Brüssel und Budapest aufgegriffen.
• Faszinierend an dieser Initiative war, dass Menschen einfach angefangen haben und andere eingeladen haben, mitzutun und die Stadtmission mitzuentwickeln. Stadtmission oder Missionale ist kein Ereignis, dass per Antrag beschlossen oder per Abstimmung herbeigeführt werden kann. Es geht darum, Menschen für diese missionarische Idee zu gewinnen und diese sich – wie im Prinzip des Schneeballeffektes – ausbreiten zu lassen. • Seit einigen Monaten trifft sich ein offener Kreis von Engagierten einmal im Monat mit der Kerngruppe, um den Gedanken einer Missionale konkreter werden zu lassen
• Zuvor wurde die Absicht zu einer Missionale von der Kerngruppe in den relevanten kirchlichen Gremien in Düsseldorf (also: Dechantenkapitel, Kreis der leitenden Pfarrer, Vorstand des Katholikenrates, Runde der 22 Seelsorgebereichs-Vertreter) vorgestellt. In allen Kreisen gab es keine Ablehnung, sondern eher Ermutigung, eine solche Initiative zu versuchen.
• Die nächsten Wochen werden davon geprägt sein, in vielen Gesprächen die Idee “auszusäen“ und nach Begeisterten zu suchen. Es wäre ein Geschenk, wenn sich in Gemeinden und an anderen Orten – ähnlich wie die Kernteams beim Weltjugendtag – Gruppen bilden werden, die diese missionarische Initiative im Gebet begleiten und auch ganz praktisch in der Gemeinde entwickeln.
• Eine gelingende missionarische Initiative kann nur auf freiwilliger Basis erfolgen. Wir können und wollen keine Gemeinde zwingen.
• ….. aber wir hoffen, dass viele Christen die Chance eines neuen missionarischen Aufbruchs der Kirche erkennen und spürbar werden lassen. Denn die Kirche will in einen Dialog mit den Menschen von heute eintreten, um ihnen das Evangelium als Antwort auf ihre Fragen nach woher, wohin und wozu des Lebens anzubieten.
• Zudem: es gibt eine neue Offenheit der Menschen für religiöse Fragen. Viele Menschen erwarten, von uns angesprochen zu werden. Und dieses “auf die Plätze und Märkte gehen“ ist vielleicht ein Vitaminstoß für schon etwas müde gewordene Gemeinden und Aktivisten.
• Wenn es im Evangelium heißt: “geht hinaus zu allen Völkern“, dann ist es vor allem das: “geht persönlich zu den Menschen“. Kirche kann sich den Menschen nicht als Institution nähern, sondern nur als Gläubige und als Gemeinschaft von Gläubigen.
• Es ist zu wenig, wenn wir angesichts der befreienden Botschaft des Evangeliums nur 10 oder 15 Prozent unserer MitbürgerInnen wirklich erreichen.
• Unser Anliegen ist, dass Gemeinde hinaus zu den Menschen geht, ihnen zuhört und sie einlädt, mit uns die Erfahrung des barmherzigen und liebenden Gottes zu teilen.
• Was das in einzelnen Gemeinden oder Stadtteilen konkret bedeutet, dafür gibt es keine Rezepte. Sondern wir wollen in Gemeinden und kirchlichen Kreisen Gespräche anzetteln zur Frage “wo würde Christus heute hingehen? Nur ins Altersheim oder auch in die Betriebe, in die Cafés, auf die Plätze und Märkte?“
• Im neuen Zugehen auf die Menschen von heute, müssen wir uns fragen lassen: “Wie sieht unser Apostolat aus? Erreichen wir mit unserem Zeugnis die Menschen? Geben wir Suchenden etwas von unserer Erfahrung mit Gott weiter? Wo sind unsere Stärken und wo müssen wir Neues versuchen?“
• Wie die Missionale 2009 in Düsseldorf genau aussehen wird, ist noch nicht festgelegt. Aber man darf träumen! Wenn ich die Erfahrungen aus Wien zugrunde lege, wünsche ich mir, dass wir viele Menschen aus Orden und geistlichen Gemeinschaften einladen, uns in Düsseldorf als missionserfahrene Kräfte zu unterstützen. Ich wünsche mir, dass wir während der Tage zwischen Pfingsten und Fronleichnam vormittags einen Kongress zum evangelisierenden Handeln durchführen. Diese Vorträge und Berichte sollen eine Kraftquelle und Tankstelle sein für haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen. An den Nachmittagen und Abenden sollen die Türen für Christus ganz praktisch geöffnet werden. Ich träume von einer Vielzahl von Projekten und Veranstaltungen, mit denen wir hinaus zu den Menschen gehen, dorthin, wo das Leben sich abspielt: in den Cafés, in den Kaufhäusern, die S-Bahn Stationen und Bushaltestellen, die Parks und Plätze.
• Es geht nicht um eine Zwangsbeglückung der Menschen, wie es manche befürchten, sondern um eine Mission im Sinne einer stärkeren Präsenz und eines stärkeren, bewussteren Angebots des Glaubens.
• Und selbstverständlich gilt auch: wir als Gläubige sind eingeladen, ganz neu unsere Herzen für Christus zu öffnen. „Missionale“ ist auch eine Zeit des intensiven Gebetes und der Anbetung.
