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Erzbischof Zollitsch: „In der Gesellschaft missionarisch präsent sein“

„Missionarische Kirche“, „Volkskirche“ und „Atheismus“ – spannende Themen, zu denen der Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Robert Zollitsch, in einem WELT-Interview am Samstag vor Ostern Rede und Antwort stand. Zollitsch äußerte sich damit zu einem Themenkreis, den die Missionale Düsseldorf 2009 ausdrücklich aufgreifen wird.

Zollitsch stellt fest, dass der Rückgang der Mitgliedszahlen der Kirche und der Kirchlichkeit auch mit dem Rückgang der Bevölkerung zu tun habe. Noch vor 40 Jahren sei der Besuch des Sonntagsgottesdienstes Katholiken eine Selbstverständlichkeit gewesen. Das sei heute nicht mehr so gegeben. Heute käme es viel stärker auf die Entscheidung jedes Einzelnen an. Hierbei stände die Kirche vor einer missionarischen Chance und einer missionarischen Aufgabe.

Mit diesem Rückgang von Kirchlichkeit und der abnehmenden Bevölkerungszahl ginge auch der Volkskirchencharakter zurück. In den Großstädten sei schon heute zu erleben, dass Christen nicht mehr die Mehrheit hätten.

Und so meint Zollitsch wörtlich: „Nun kommt es darauf an: Schaffen wir es. In dieser Gesellschaft missionarisch präsent zu sein und das zum Leuchten zu bringen, was es heißt, Christ zu sein!“

Auf die Frage wie auf dem herrschenden Atheismus zu reagieren sei, stellt Zollitsch fest, dass sich die heutige Situation gegenüber früher geändert habe. „Der Atheismus war immer schon da, aber er hat sich bisher nicht so direkt zu Wort gemeldet und hat nicht die intellektuelle Auseinandersetzung gesucht.“, erklärt der Erzbischof wörtlich und meint, dass wir Christen denen, die fragen, Rede und Antwort zu stehen hätten. Wir hätten uns damit auseinanderzusetzen, dass es andere Religionen in unserer Mitte gebe. Das biete uns die Gelegenheit, den Wert unseres Glaubens herauszustellen.



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