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.Missionale 2009 in Düsseldorf und Stadtmission in Dublin
Der Dubliner Erzbischof Diarmuid Martin hat alle 200 Pfarrgemeinden der irischen Hauptstadt Dublin eingeladen, sich an einem gemeinsamen Programm der missionarischen Evangelisierung, das im Jahr 2009 starten soll, zu beteiligen.
Auf die frische Begeisterung für Christus durch eine lebendige Verkündigung setzt der Dubliner Erzbischof seine Hoffnungen, denn die neue Generation von Iren habe den Sinn für die Botschaft des Evangeliums verloren.
Geplant sind Projekte in den Bereichen Glaubenserziehung, Vertiefung in Liturgie und Schrift, gezieltes Zugehen auf junge Menschen sowie konkreter Einsatz für Gerechtigkeit und Nächstenliebe.
Erzbischof Martin erklärt, dass eine der Prioritäten der Stadtmission das neu eingerichtete Büro für die Evangelisierung der Familie sei. Der Zusammenhalt der irischen Familien und die Tragfähigkeit des in der Familie gelebten Glaubens gehörten von jeher zu den großartigen Werten des irischen Katholizismus. Deshalb müsse die Botschaft der Liebe Jesu als „einzigartige Botschaft der Wahrheit, der Gerechtigkeit und der Liebe“ der heutigen Gesellschaft überzeugend verkündet werden, so Erzbischof Martin. Zu viele Getaufte Christen wüssten nicht mehr wirklich, wer Jesus sei, „und ihre Lebensweise zeigt, dass die Botschaft von Jesus ihr Leben nur am Rande berührt“. Deshalb habe er „wahrhaftig das Gefühl, dass die Erzdiözese Dublin ein Missionsgebiet ist“.
Auf der anderen Seite ermutige ihn die bereitwillige, großzügige und kompetente Art und Weise, in der sich Laien mit ihrem einzigartigen Charisma als Mitarbeiter in der Seelsorge bewährt hätten, fügte Erzbischof Martin hinzu.
Eine der Initiativen im kommenden Jahr werde darin bestehen, jedem Haushalt eine Ausgabe des Evangeliums zukommen zu lassen, um die Bekehrung der Herzen durch die Kraft des Evangeliums einzuleiten, das Herz und Sinne öffne.
Eine andere Initiative: Partnerschaften einzelner Gemeinden „mit der Kirche in ärmeren Gemeinden in der ganzen Welt sollten von einem Sinn für Gerechtigkeit und der Pflege der geschwisterlichen Freundschaft unter den Ortskirchen inspiriert sein“. Die Erzdiözese Dublin ermutige der Erzbischof, „neue Wege“ zu gehen, um „sichtbarer Zeuge dieser Solidarität“ zu sein.
Die Lage des Glaubens in Irland beschrieb der Erzbischof folgendermaßen: „Auch nach vielen Jahren der religiösen Erziehung in katholischen Schulen haben zahlreiche junge Männer und Frauen nur ein sehr geringes oder oberflächliches Verständnis vom Glauben“. Auch der Mut zum Bekenntnis dieses Glaubens sei gering. Angesichts des starken Trends hin zu Säkularisierung gerate der Glaube vieler Iren ins Wanken; oft seien sie nicht in der Lage, sich den Debatten von Glauben und Alltag zu stellen. Deshalb, so Erzbischof Martin, setze man jetzt wieder neu auf die Familie als „die grundlegende Basis für die Weitergabe des Glaubens an Kinder und Jugendliche“.
Wo der Glaube im Leben der Familien schwach sei, verliere die Evangelisierung ihre Wurzeln. Wo immer Familien ihre Verantwortung für die Glaubenserziehung ihrer Kinder an die Schulen delegierten, vernachlässigten sie nicht nur den Wert verantwortlicher Elternschaft, sondern gingen darüber hinaus der besonderen Gnade des Ehesakraments verlustig, betonte der Erzbischof. Deshalb müsse die Rede von „Ehe und Familie als Ressourcen für Kirche und Gesellschaft“ in der Öffentlichkeit lauter werden.
„Die Evangelisierung der Familie ist für unsere Initiativen in den Pfarreien und in der gesamten Diözese eine Priorität“, betonte der Erzbischof.
