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Missionspreis für „Haltestelle: Leben“ aus Wersten-Himmelgeist

Bonifatius-PreisDas Düsseldorfer Projekt „Haltestelle: Leben“ hat unter 135 Einsendungen den „Bonifatius-Preis für missionarisches Handeln in Deutschland“ 2008 zuerkannt bekommen. Die Verleihung fand im Rahmen der Eröffnung der Diaspora-Aktion des Bonifatiuswerkes der deutschen Katholiken am 9. November in Berlin statt.

 

Der langjährige Chefredakteur der Kölner Kirchenzeitung und Stifter des Preises, Prälat Erich Läufer, übergab die mit insgesamt 3500 Euro dotierte Auszeichnung.

 

„Mit der Fastenaktion “Haltestelle: Leben“ ist die katholische Seelsorgeeinheit Wersten-Himmelgeist in Düsseldorf neue Wege gegangen“, unterstrichen die Juroren. An sechs Haltestellen, darunter Bushaltestelle und Friedhof, wurden musikalische und literarische Impulse zu Lebenslagen und Lebensfragen gegeben. 70 Teilnehmer waren bei dem außergewöhnlichen Abendspaziergang dabei. Stellvertretend für das Vorbereitungsteam nahm Pastoralreferent Martin Kürble den Bonifatiuspreis und den mit 2000 Euro dotierten Scheck entgegen.

Zu der getroffen Jury-Entscheidung betonte Generalsekretär Monsignore Georg Austen, dass die Fastenaktion „Haltestelle: Leben“ alle Kriterien eines zeitgemäßen missionarischen Handelns erfülle. Theologie und Glaube müssten die Menschen in ihren primären Lebenswelten erreichen und dürften kein abgehobenes „Sondergut“ darstellen, so Austen weiter. Gerade in Düsseldorf zeige sich, dass kirchliches Handeln sehr wohl in der Lebenswirklichkeit eines säkular und multikulturell geprägten Milieus präsent sein könne – und das auf sehr sympathische und einladende Weise.

Das Bild der „Haltestelle“ demonstriere zudem sehr eindringlich, dass Menschen in unserer mobilen und vieldimensionalen Gesellschaft mehr denn je auch häufig „verunsichert“ und „heimatlos“ seien. Der moderne Mensch verstehe sein Dasein als fortschreitendes Unterwegs-Sein und müsse in seiner religiösen Grundbefindlichkeit ganz neu und erfahrungsorientiert angesprochen werden.
Auch Jurymitglied Bischof Dr. Joachim Wanke lobte die Fastenaktion „Haltestelle: Leben“. „Die Idee des Projektes ist originell; der Mut, sich auch an ungewohnte Orte zu wagen, verdient Respekt; die Gestaltung der einzelnen Stationen greift einfühlsam das heutige Lebensgefühl von Zeitgenossen auf“, hieß es in der schriftlichen Begründung des Erfurter Oberhirten. Das Projekt aus Wersten-Himmelgeist mache Mut, mit Phantasie und einfachsten Mitteln Menschen auf das Evangelium hin in Bewegung zu bringen. „Es ist ein einladendes Beispiel dafür, wie anfängliche Ratlosigkeit pastoral kreativ machen kann.“



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