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Vorschlag für das erste Treffen der "Missionare zu Hause"

 

Man braucht möglichst zwei Räume:
Der erste Raum ist für das Gespräch und das Essen gedacht; hier steht eine Flipchart (Eddings) und ein vergrößerter Stadtplan des Stadtteils.
Der zweite Raum wird als Gebetsraum gestaltet:
Stuhlkreis, der nach einer Seite hin offen ist – eine geschlossene Türe - in der Mitte Ikone, Bibel und brennende Kerze


1. Ankommen und Begrüßung
• Begrüßung der Teilnehmer
• Vorstellrunde
• Kurzinfo über den Ablauf des Treffens
• Ortswechsel in den zweiten Raum


2. Gebet
a) Lied aus Taize oder ein anderes einfaches Lied, das zur Ruhe kommen läßt (Vorschlag: „Adoramus  te, o Christe“)

b) Bibeltext Apk 3,20 lesen:
„Christus sagt:
Ich  stehe vor der Tür und klopfe an.
Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet,
bei dem werde ich eintreten
und wir werden Mahl halten,
ich mit ihm und er mit mir.
Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.“

c) Kurze Erklärung zum Text:
• Zunächst wortlos die geschlossene Türe öffnen – einen Moment Stille halten
• „Öffnet die Türen für Christus“ – unter diesem Motto des verstorbenen Papstes Johannes Paul II steht unsere Missionale.
• In Düsseldorf gibt es viele Türen: Wohnungstüren, Türen von Mode-Ateliers, U-Bahn Türen, Herzenstüren, das Stadttor, Tabernakeltüren, Gefängnistüren, aufgebrochene Türen, einladende Türen, verschlossene Türen …
• Die geöffnete Tür ist immer ein Symbol für eine mögliche Begegnung. Es geht bei der Missionale um Begegnungen, nicht um Aktivismus, nicht um Vermarktung, nicht um Erfolge. Es geht um einfache menschliche Begegnungen und um die Begegnung mit Christus. Oft ist die Tür, durch die jemand Zugang zu Christus findet, ein konkreter Mensch.
• Es geht um die Begegnung mit Gott, der Mensch wurde – der zu mir kommt und kliopft: „Mach mir auf – ich bin der Auferstandene!“
• AN eine Türe zu klopfen ist gleichzeitig Zeichen des Respekts vor meiner Freiheit. Ich kann die Türe verschlossen lassen …Dann wartet er vor der Türe …Wenn ich öffne, hält er Mahl mit uns – und er bringt alles mit, einen ganzen Picknick-Korb voll …

d) Einladung zum Austausch
Einladung zu einem kurzen Austausch über drei Fragen:
• Wer hat mir die Türe zu Christus geöffnet – was hat mir den Zugang zu einer Begegnung mit Jesus möglich gemacht?
• In welcher Situation geht bei mir die Türe für Christus auf oder zu ?
• Wann kann ich mich für Gott öffnen und ihn einladen?

e) Abschluß des Austauschs
Ohne weiteren Kommentar wird Jo, 10,9 vorgelesen:
„Aus dem Evangelium nach Johannes:
Jesus sagt:
Ich bin die Tür. Wer durch mich geht, wird gerettet werden.
Er wird ein und ausgehen und Weide finden!“

f) Vater Unser

g) Segen

h) Abschlusslied: Bleib mit deiner Gnade bei uns … (Taize-Liederheft)
oder ein anderes meditatives Lied
 Danach Wechsel in den anderen Raum


3. Visionsarbeit

a) Betrachtung des Stadtplans:
• Wir wollen uns kurz deutlich machen, in welchem Stadtviertel Düsseldorfs wir leben: wir schauen dabei nicht auf die Pfarrei, sondern auf das Viertel:
• Wo sind wir jetzt? Wo sind unsere Kirchen, unsere Kitas usw
• Wo sind die Haupteinkaufsstraßen, die wichtigen Plätze?
• Wo sind große Firmen (wo gehen unsere Nachbarn arbeiten)?
• Schulen? Parks? Sportvereine?
• Wie viele Menschen leben hier eigentlich? Sind die meisten verheiratet, allein, welches Alter haben sie …

b) Von Jesus wissen wir, daß er durch Galiläa wanderte: Als Johannes der  Täufer ins Gefängnis geworfen wurde, zog Jesus aus seiner Heimatstadt Nazareth nach Kafarnaum am See Genesareth um. Von dort aus wanderte er durch viele Dörfer und Ortschaften.
Stellen wir uns – wie in einer Zeitreise – vor, daß Jesus bei seinen Wanderungen auch einmal nach Düsseldorf kommt – und zwar genau in unseren Stadtteil. Jesus hätte zehn Tage Zeit, in unserem Stadtteil zu leben. 

c) Brainstorming: (Äußerungen auf der Flipchart notieren – hilfreich ist, zu jeder Frage eine eigene Seite zu beschreiben)
• Wo geht Jesus als erstes hin?
• Was schaut er sich in diesen Tagen auf jeden Fall an?
• Wen besucht er? Bei wem lädt er sich selbst ein?
• Was sagt er?
• Wer freut sich über sein Kommen – mit wem bekommt  er Streit?
• Wer will ihn unbedingt sehen?
• Was tut Jesus in diesen zehn Tagen – was tut er nicht?
• Wie kommt an, was Jesus sagt?
• Wie wird er nach zehn Tagen verabschiedet?

d) Wir denken über unsere Missionale nach:
• Warum tun wir nicht einfach das, was Jesus getan hätte, wenn er zehn Tage in unserem Viertel ist?
• Sind wir an den orten, wo Jesus hingehen würde, präsent?
• Sagen wir das, was Jesus sagen würde?
Wenn nein –was sagen wir?
• Was wäre ein einfacher, erster Schritt, den wir konkret tun könnten?

e) Vereinbarung für das nächste Treffen
• Terminvereinbarung: möglichst ca. einen Monat später
• Wer könnte sich noch für unseren Kreis interessieren? Wer lädt sie für nächstes Mal ein?

 

4. Kleiner Abendimbiß
 Jeder hat etwas mitgebracht – kleiner gemeinsamer Imbiß



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